Kurze oder lange Listen

Anstiftung zur Freude #127

Seit kurzem nehme ich an einem Live Kurs von Ellen Meredith teil. Der Unterrichtsinhalt: Energiemedizin. Oder, weniger irritierend ausgedrückt: Die Sprache des Körpers verstehen und sprechen lernen.

In der ersten Stunde geht es um energetische Verankerung und Ausrichtung. Wie bleiben wir bei uns und vermeiden, in die Geschichten der Welt verstrickt zu werden?

Nach dem Unterricht treffen wir uns in Break Out Rooms. Die Fragen, die wir beantworten sollen, habe ich am Ende der Stunde notiert. Ich bin neugierig, was die anderen sagen werden. Die Juristin in mir möchte gerne Antworten sammeln.

Dabei interessiert mich eine (mehrteilige) Frage besonders: Was für eine Rolle spielt Verankerung in deinem Leben? Hast du Rituale, die dich verankern?

Meine beiden Buddys erzählen, wie sie sich regulieren, wenn sie in einem Krisenzustand sind. Dafür haben sie Listen. Über Verankerung als Lebensthema und in Form von Ritualen, haben sie ebensowenig nachgedacht wie ich.

Dabei ist das doch der wirklich interessante Ansatz, denke ich. Nicht nur Medizin für Ausnahmezustände im Koffer zu haben, sondern sich der Umstände zu vergewissern, die uns quasi erlauben, unseren Körper und Geist alltäglich zu parken.

Welche Rahmenbedingungen vermitteln mir ein Gefühl der Verankerung in mir selbst? Welche Menschen ankern mich? Welche Tätigkeiten?

Wir haben gerade eine Zeit von Ritualen hinter uns, die Anker im Jahr bilden – Weihnachten, Feiertage, Silvester.

Mein Kaffee am Morgen verankert mich am Tag, mein regelmäßiger Klavierunterricht verankert meine tägliche Übezeit.

Als ich beginne, aufzuschreiben, was mir zu unterschiedlichen Aspekten der Verankerungs einfällt, merke ich: das hat auch etwas mit Freude zu tun. Wenn ich mit den Geschichten der Welt so beschäftigt bin, dass meine Ankerkette weit weg von mir schwimmt und ich vergessen habe, wie ich mich damit verbinde, bin ich oft mutlos, irritiert, schwankend, unklar. Keine Freude, nirgends.

Hingegen: Ankerpunkte und -menschen in meinem Leben auf eine Liste zu schreiben, mit der ich mich immer wieder ankern kann, egal, was in der Welt da draußen gerade los ist, ist es eine freudebringende Tätigkeit,

Das ist meine Anstiftung heute: Schreibe eine kürzere oder längere Liste der Menschen, Tätigkeit, Dinge, die dich in deinem Leben verankern. Bemerke, wo du die Freude daran oder darin findest. Wenn es für dich Sinn macht: Häng die Liste auf oder lege sie dorthin, wo du sie jederzeit anschauen kannst. Nicht nur beim Schneesturm Elle kann es hilfreich sein, sich dessen zu vergewissern, was uns im Leben verankert.

Schreib in den Kommentar, was du gefunden hast.

Ich bin Dr. Eva Scheller, Founder #InnerEducationAcademy, Mentorin in Lern- und Veränderungsprozess, Autorin, Juristin, Aktivistin.

Alten Kontext dekonstruieren.
Inneres Wissen fördern.
Veränderungen wagen.
Neues finden.

PS: Wenn dich meine Anstiftung zur Freude inspiriert oder dir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hat, und du etwas zurückgeben möchtest: lade mich auf einen Kaffee ein über meine virtuelle Kaffeekasse. Danke! #freundlicheökonomie

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