Autor: Eva Scheller

  • Das schönste Geschenk

    Das Alte braucht einen Ort, damit Raum für Neues entstehen kann. Vor ein paar Jahren notierte ich diesen Satz. Ich finde ihn kurz vor Weihnachten wieder. Wahrscheinlich ist das der Grund, warum ich heute Morgen in stockfinsterer Nacht zum Wertstoffhof gefahren bin. Ich bringe all das weg, was ich schon lange wegbringen wollte. Danach bekommt…

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  • Count your blessings

    Ich schlafe schlecht. Ich notiere den Satz um 5.20 Uhr, nachdem ich schon eine Dreiviertelstunde lang aufgeräumt habe, und frage mich, was das eigentlich bedeutet, schlecht schlafen. Mein Schlaf ist gut, nur wache ich zu früh auf. Die ordentliche Eva in mir, die oft leidet, weil die stets beschäftigte Eva keine Zeit zum Aufräumen findet,…

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  • Geschenke geben

    Ich sitze in der S-Bahn. Der erste Abschnitt einer längeren Reise. Von weitem sehe ich einen Menschen, der offenbar auf der Straße lebt. Er bittet die Mitreisenden um Geld. Ich schaue in mein Portemonnaie. Kaum Kleingeld. Im Fach für die Scheine ein Fünfziger und ein Zwanziger. Bisschen viel, denke ich. Aber soll ich ihm 70…

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  • Wasser und Möwen

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  • Dark and Light

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  • Als Teenager wünschte ich mir ein silberneres Armband aus dicken Kettengliedern. Mein Wunsch wurde erfüllt, doch ich erinnere mich weder daran, wer es mir schenkte (möglicherweise mein Vater), noch daran, was aus dem Armband wurde. Zwischen den Kettengliedern war eine glatte Plakette für eine Gravur eingefügt. Bei mir stand nichts. Ich wollte etwas Tiefschürfendes an…

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  • Gaben und Geben 1993 in London hörte ich meine erste Puccini Oper, La Bohème. Ich war hypnotisiert von der Eröffnungszene, in der Rodolfo, der Schriftsteller, Manuskriptblätter verbrennt, damit es in der Künstler WG ein bisschen wärmer wird. Ein Maler, ein Philosoph und ein Musiker teilen sich mit ihm die Wohnung. Es ist Weihnachten, sie frieren,…

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  • Das neue Jahr hat angefangen und manchmal erwarten wir, dass jetzt alles anders wird, am besten: besser! Und finden allerlei Ideen und Rezepte, wie das vielleicht zu bewerkstelligen sei. Deshalb habe ich aus dem Archiv den Brief hervorgeholt, den ich vor knapp 1 Jahr schrieben, während ich über „Rezepte fürs Leben“ nachdachte: Wie gelingt es…

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  • Kürzlich, bei einer Online Netzwerkveranstaltung, sagt mein Gesprächspartner zweimal: „Es ist sich nicht ausgegangen“. Mein aktiver Wortschatz hatte diese bayerische Redewendung vergessen. Später fluten Fragen in mein Hirn. Wo ist das Subjekt hingekommen? Ist „Es hat nicht sollen sein“ eine adäquate Übersetzung? Schicksalsgläubig oder fatalistisch? Resignativ oder realistisch? Während ich denke, zerteile ich einen Kopf…

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  • Ich schaue aus dem Fenster. Die Welt draußen ist von Reif überzogen und weil sich in diesem Moment zum ersten Mal seit längerem die Sonne blicken lässt, glitzert es adventlich zauberhaft. Vor ein paar Tagen musste ich aufgrund der anhaltenden Kälte meinen Freudepalast räumen, das ist mein kleines Bürohaus, ein umgebauter Schuppen, der sich bei…

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