Anstiftung zur Freude #28

Dem Savoy in London gegenüber steht ein Mensch, der auf der Straße wohnt. Er fragt mich nach Kleingeld. Keine Ahnung, warum er sich gerade diesen Platz ausgesucht hat. Spaßeshalber habe ich einmal nachgesehen, was eine Übernachtung im Savoy kostet. Und es vor Schreck gleich wieder vergessen.

Ich weiß, ich habe kaum Kleingeld, bleibe trotzdem stehen und schaue nach. Soll ich ihm die paar Pennies geben, die ich finde? Am Ende sage ich: „Ich habe kein Kleingeld. Sie haben Glück.“, und drücke ihm eine 10-Pfund Note in die Hand.

Tatsächlich habe ich lange geübt, großzügig sein zu können. Vor allem mir selber gegenüber. Mittlerweile möchte ich Geld zuallererst deshalb verdienen, um es zu verstreuen. Für gute Unternehmungen, die andere auf die Beine stellen. Oder für Momente, in denen ich um Geld gebeten werde.

Eine Freundin hat einmal zu mir gesagt, du kannst nicht alle retten. Ja, das stimmt. Doch das ist gar nicht der Punkt. Immer wieder großzügige Augenblicke schaffen, darum geht es. Wobei Großzügigkeit nichts mit dem Geldwert zu tun hat, den sie vielleicht auch verkörpert.

In meiner Abenteuerreise Auf der Spur der Freude widmet sich die 7. und letzte Station dem Schenken und in Verbindung gehen. Eine Teilnehmerin hat berichtet, sie habe sich danach zum ersten Mal in ihrem Leben einen Blumenstrauß gekauft. So kann es anfangen.

Ich war sehr glücklich, dass ich den Menschen auf der Straße gegenüber dem Savoy nicht mit ein paar Pennies abgespeist habe. Er hat mir ein unbezahlbares Lächeln geschenkt. Freude auf beiden Seiten!

Das ist meine Anstiftung für diese Woche: finde Situationen, in denen du Großzügigkeit verschenken kannst. In einer Weise, in der du es vielleicht sonst nicht tust oder noch nie getan hast. Dir selbst und/oder anderen gegenüber. Tatsächlich ist es manchmal am schwersten, sich selbst gegenüber großzügig zu sein. Und sei es, dass du für einen Moment einen weniger strengen Maßstab an dich selbst legst.

Schreib in den Kommentar, was du gefunden hast!

Außerdem: falls dir die Anstiftung ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hat und dir danach ist, kannst du mich auf einen Kaffee einladen über meine virtuelle Kaffeekasse. Das zaubert mir dann ein Lächeln ins Gesicht. Die Kaffeekasse steht auf der Plattform ko-fi.com. Kofi verschenkt nicht nur einen freundlichen Regen von Herzen und Tassen an die Spendenden. Sondern nimmt keine Gebühren für Spenden. #freundlicheökonomie.

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